Samstag, 09.04.2011
Das neue Rad ist da, gleich voll gepackt geht es auf kleine
Meine Tour beginnt an der zukünftigen Fahrradpension "Velo Inn" in Bad Berka, dem beschaulichen Ort im mittleren Ilmtal. Von hier aus sollen es nur schlappe 60 km bis zur Quelle sein - mal sehen!
Ich rolle also los, Richtung Südwest, immer der Ilm folgend. Der Radweg ist gut beschildert und in einem guten Zustand, dabei umgarnt er die Ilm in ihrem breiten Flussbett abermals. Der Mittellauf der Ilm ist gekennzeichnet durch leicht wellige Landschaft mit steilen Hängen des Muschelkalkes (Karbonatische Ablagerungen der Thethys, vor ca. 235 Millionen Jahren).
Der Radweg bringt mich durch kleine, mittelalterliche Siedlungen, wie Tannroda, Kranichfeld, Dienstedt-Hettstedt bis zur ehemaligen Festungsstadt Stadtilm.
Ich habe nun ca. 30 km auf der Uhr stehen, langsam erreiche ich die ersten Hügel des Thüringer Waldes, doch wirklich spürbar ist dies noch nicht. So bin ich sichtlich überrascht als ich Ilmenau erreiche und mich, umringt von Kickelhahn (861 m), Fürstenberg (818 m) und co, in mitten des Thüringer Waldes befinde.
Aber mein sportlicher Ehrgeiz - oder meine Sparsamkeit – kennen keinen Grund für eine Pause. Also nehme ich die letzten 14 km bis zur Quelle in Angriff.
Doch schon nach 4 km, Mahnebach ist erreicht, merke ich, dass sich das Profil deutlich geändert hat.
Das Trikot weit geöffnet, abermals zur Flasche gegriffen, schon lang im kleinsten Gang, noch 5 km. In Stützerbach vereinigt sich der Ilmradweg mit einer kleinen Passstraße, die die letzten 3 km bis bis hinauf nach Allzunah führt.
Eine kleine Hochfläche mit vereinzelten Wasseraustrittsstellen deutet es an – ich hab sie erreicht – die Ilmquelle (ganz ohne Bramborium und ohne riesen Hinweisschild).
Gesamtstrecke: Bad Berka – Allzunah: 62 km
Von Ilmenau über Katzhütte im Schwarzatal zurück nach Bad Berka.
Sonntag, 10.04.2011
Also los! Wieder hinauf zum Rennsteig. Von Ilmenau die kleine Passstraße Richtung Neustadt a. Rstg. – mit leichtem Tritt voran, nach ca. 1,5 h und 15 km erreiche ich Neustadt, sonnig warm kontrastiert die dunklen, schieferbedeckten Häuser des Thüringer Waldes.
Ich laß Neustadt hinter mir und rausche hinab nach Altenfeld, von wo es nur noch 5 km bis nach Katzhütte sind.
Katzhütte ist erreicht und es folgen weitere rasante 30 km flussabwärts Richtung Bad Blankenburg. Die Zeit neigt sich dem Ende des Tageslichtes –
ich bin zu spät in Ilmenau gestartet.
So rauschen die schönen Burgen an den steilen Hängen des Schwarzatals nur so an mir vorbei, und ich wähle die schnelle, aber auch für Radler ungeeignete und stark befahrene B88 nach Rudolstadt.
So rauschen die schönen Burgen an den steilen Hängen des Schwarzatals nur so an mir vorbei, und ich wähle die schnelle, aber auch für Radler ungeeignete und stark befahrene B88 nach Rudolstadt.
Von dort geht es über die B85 Richtung Bad Berka weiter.
Der lange Anstieg nach Neckeroda gibt meinen untrainierten Beinen und meiner Psyche den Rest. Ich ende vor Krämpfen zappelnd in Teichel am Markt und muss auf den wunderbaren Abholservice zurückgreifen, Vielen Dank, Dietmar!
Der lange Anstieg nach Neckeroda gibt meinen untrainierten Beinen und meiner Psyche den Rest. Ich ende vor Krämpfen zappelnd in Teichel am Markt und muss auf den wunderbaren Abholservice zurückgreifen, Vielen Dank, Dietmar!
Insgesamt hätte die Strecke bis Bad Berka eine Länge von ca. 85 km.
Von Bad Berka nach Großheringen (Ilmmündung).
Dienstag, 12.04.2011
Diese Strecke, flussabwärts, verspricht gemütliches radeln, vorbei an historischen Orten wie Weimar, Apolda und Bad Sulza und mit einer Länge von 60 km leicht machbar.
Nach ca. 25 km erreiche ich Weimar, absolut ein Abstecher wert, da ich als Thüringer hier schon öfter residierte, verzichte ich diesmal auf ein Kulturtrip und radel weiter die Flussaue hinab.
Noch 10 km, Apolda ist erreicht, und die "Glocken-Stadt" Thüringens, davon ist nur leider nicht soviel zu sehen - vielleicht nur manchmal zu hören. So fahr ich weiter Richtung Bad Sulza.
In Eberstedt lohnt ein Besuch der frisch restaurierten Ölmühle, die bei meinem Besuch leider geschlossen war.
In Bad Sulza lad ich zunächst etwas Gepäck ab und radel weiter zur Ilmmündung in Großheringen, weiter zum Saaleck und schließlich nach Bad Kösen.
In Bad Kösen ist besonders das imposante Gradierwerk ein Abstecher wert.
Nach dieser kleinen Schleife im Saale-Unstrut-Weinanbaugebiet nächtige ich wunderbar spartanisch im Scheunenlager des Klosterstifts in Berg Sulza, ca. 1 km oberhalb von Bad Sulza.
Gesamtstrecke: Bad Berka bis Großheringen ca. 65 km, Abstecher über Saaleck und Bad Kösen ca. 30 km
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